Die Kompetenz mancher Medien mit modernen Kommunikationsformen umzugehen ist beeindruckend. Wenn es ein anderes Medium bereits veröffentlicht hat, wird es wohl stimmen. Abschreiben ohne nachzudenken, nachzuforschen. In heutigen Zeiten, in denen Zeit immer mehr Geld wert zu sein scheint, gibt es keine Zeit für Nachforschungen. Das zeigt sich an diesem Beispiel oder auch an dem von www.einfach-uebel.com, der den großen Medien vorspielen konnte, er sei der offizielle Twitter-Account einer (wohl eher DER) nord-koreanischen Partei, nur weil er dessen Namen verwendete und Content deren Homepage automatisiert zwischerte.
In Zeiten wie diesen muss man ja richtig aufpassen, was man da bloggt, es könnte ja für bare Münze gehalten werden. Zum Beispiel beim verschwundenen Baum mitten in Wien. Wenn man da vielleicht scherzhaft andeutet, dass das sicher ein Geocacher war, gibt es sicherlich auch bald Augenzeugenberichte, die darauf schwören, dass vor Ort viele Leute mit “Walkie Talkie” rumlungerten und alles genau durchsuchen und durchwühlen würden.
Diesen Freitag findet der Schnitzeljäger Stammtisch GC1VTP2 einmal abseits vom Wiedenbräu statt. Mich freut’s, dass ich diesmal hinkommen kann.
So, dass war ein GANZ kurzer Blogeintrag, damit das Blog nicht versauert und ich wieder mal motivierter bin, was zu schreiben. Tja. Arbeit kostet Zeit.
Da hat hat Google mal was Nettes produziert. Nachdem sie ja erst im Jänner (oder so) eine Studie veröffentlicht haben, nachdem man mit geografischer Zuordnung der Suche nach Ärzten und Medikamenten die Influenza-Ausbreitung sowohl zeitlich als auch geografisch gut beobachten kann – und das nur mir wenigen Tagen Verzögerung, statt bisher nach erst 2 Wochen, hat Google nun Insight an den Start gebracht.
Und siehe da, eine Suche nach Geocaching zeigt einen stetigen Anstieg seit 2004, der offensichtlich durch die Veröffentlichung der Iphone-Applikation noch zulegen konnte.
Interessant dabei auch, dass vor allem die Tschechen sehr großes Interesse am Cachen haben (war schon mal jemand im Prag? Qualitäts-caches en masse), gefolgt von Deutschland und überraschenderweise Ungarn. Wenn man sich da in Budapest umsieht, findet man ja eher wenige Caches. Aber interessant, seeehr interessant.
Auch interessant: die Suche nach “Ventilatoren” Kann man da heißere Sommer und kühlere Sommer daraus ableiten?
Also heute hab ich mich wirklich geärgert, als folgende Log-Notification in mein Postfach flatterte:
Nice place, I’ve left a little “token gesture” there: a cup of brass.
Die Klamm ist wirklich sehenswert, ich habe dem Cache einen Messingbecher spendiert.
Also die Wahl des Cachebehälters ist doch wohl meine, das ist ja fast so schlimm wie “Besserverstecker” (danke an die Dosenfischer für dieses tolle Wort). Konkret geht es hier um GC11T50, “Hagenbachklamm”. Werde jetzt wohl mal hinschauen müssen, um den Cache zu kontrollieren.
Na das klingt ja düster, und den 1. April hatten wir ja schon. Das soll wohl heißen, dass wir nächstes Jahr wohl Probleme haben werden, Caches zu finden… Und GALILEO läßt ja auch noch auf sich warten…
Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht zu einem Komplettausfall kommen wird, sondern nur zu einem Teilausfall, bei dem die Genauigkeit leidet. Dass die US-Militärs eine bessere Genauigkeit bekamen, ist ja bekannt.
Das wird vor allem TomTom, Navigon und Konsorten nicht wirklich freuen, wenn da längere Zeit die Nutzung unmögli9ch ist. Vor allem würde das ja anfangs die Support-Abteilung hart treffen…
Der 300ste sollte etwas Besonderes werden. War er dann auch, aber anders als gedacht. ViennAlpin GCZ2KR war angedacht, aber zuerst sprang Essiggurkerl ab, dafür konnte ich 2ndaid, plotor und harmony4172 überzeugen, mitzukommen. Nun, um 20:30 holte ich die drei dann auch bei Spittelau ab und es ging los zum Kahlenbergerdorf. Und da zeigte ich schon meine Vergeßlichkeit, die sich noch rächen sollte. Meine normale Taschenlampe war daheim geblieben, die Wanderstöcke im Auto und der Scheinwerfer hatte gerade einmal für 1o Minuten Saft. Damit es sich für die anderen auf jeden Fall auszahlt, sind wir zuerst zum Friedhof Kahlenbergerdorf marschiert GC1EMP6, den ich bereits bei meiner letzten Runde gefunden hatte. Dann ging es wirklich los.
Statt wie im Listing vorgeschlagen die Eisernenhandgasse hinaufzuwandern und dann einfach den Hang gerade hinaufzugehen, sind wir vom Friedhof aus weiter gegangen und quer in den Hang hineingegangen. Dadurch konnten wir auch einem “Pfad” folgen, der bis zu 40 m nahe an den Cache heranging. Dann mußten wir uns gerade nach oben kämpfen. In der Nacht. Auf losem Geröll ohne Anhaltemöglichkeit. T4 eben. Während die anderen sich tapfer nach oben kämpften und wie Bergziegen weiterkletterten gab ich ca. 30 m vor dem Cache auf. Die Angelegenheit war mir zu unsicher und ohne irgendeine Sicherungsmöglichkeit war mir das Ganze zu gefährlich. Es kommt bei mir nämlich erschwerend dazu, dass ich schlicht Höhenangst habe und obwohl unter mir nur Schwärze war, wußte ich, wie weit es da runter ging. Wir haben das Ganze dann abgebrochen. Die Vermutung lag nämlich auch nahe, dass die letzten Meter noch steiler werden würden.
Auf dem Heimweg haben wir noch bei “Wieviel Tage ohne?” GC1JJ7Q halt gemacht. Nächtens ohne Probleme zu machen, da nichts los war. Mit der Baustelle wird dann vermutlich auch dieser Cache verschwinden. War aber dank der Hilfe von plotor schnell gefunden. Der nahe gelegene “Stunning Duck” GC1MVMV wurde auch gleich mitgemacht und war in 10 Sekunden gefunden. Diese Versteckart hätte ich auch beim “Gasometer” GCKJB1 erwartet, aber dort war der Cache ja dann wirklich ganz anders untergebracht (“Im Trockenen” ist ein so mehrdeutiger Hint, der konnte wirklich nur nach abgrasen und mit Joker gelöst werden). So ging sich dann gestern doch noch der 300ste und sogar der 301ste aus! Zuerst war der Milestone wirklich einer, aber zehn Minuten später, nachdem der 301er gefunden war, wurde der Milestone nur zu einer weiteren Zahl… Alles relativiert sich.
Den ViennAlpin werde ich sicher auch noch machen. Dann bei Tag und mit besserer Ausrüstung!
Ein Kugelpanorama unterscheidet sich von einem normalen 360° Panorama dadurch, dass auch der Himmel (Zenith) und der Boden (Nadir) auf dem Foto zu erkennen sind. In normaler Form ist ein Kugelpanorama nicht wirklich anzusehen. Es sieht zwar irgendwie cool aus, aber mehr auch irgendwie nicht. Es kommt hier zu dem gleichen Effekt, der bei Landkarten auftritt.
Jüdischer Friedhof in Prag, Kugelpanorama
Der obere und untere Rand des Fotos ist sehr gezerrt, da dieser in Wirklichkeit auf einen Punkt zusammenläuft. Es sind daher Spezialprogramme zum Betrachten notwendig, oder zumindest Programme wie Flash oder Quicktime, die entsprechend vorbehandelte Dateien darstellen können.
Ein weiteres Problem, das auftreten kann ist der sogenannte Parallaxenfehler, der dann auftritt, wenn beim Panoramafotografieren nicht die Kamera um den Linsenmittelpunkt des Objektives gedreht wurde, sondern um den Mittelpunk des Gehäuses (wo normale Stative angreifen). Dies äußert sich dann an gebrochenen Linien, versetzten Bildausschnitten und Ähnlichem. Das kann im Normalfall durch ein entsprechendes Stativ speziell für Panoramaaufnahmen verhindert werden. Ein solches ist zum Beispiel der Panosaurus, der um die 75€ kostet und von einem Hobbybastler entwickelt wurde, weil er nicht einsah, dass er (und andere) ein Vielfaches für solche Stative hinblättern sollte.
Auf diesem Panoramaaufsatz kommt dann die Kamera (Spiegelreflex oder Pocket) und man kann schon anfangen Aufnahmen zu machen. Wichtig ist hierbei, dass sich die Fotos um 10% überschneiden sollten. Zenith und besonders der Nadir sind schwer aufzunehmen. Mit normaler Linse benötigt man da schon einen Haufen Fotos, besser und schneller ist hier ein Fischaugenobjektiv oder ein anderes extremes Weitwinkelobektiv, dass 180° aufnehmen kann. Wenn es nicht so wichtig ist, dass das Endergebnis perfekt wird, fotografiere ich persönlich gern schnell mit der Hand und ohne dem Panosaurus. Da geht es (hochkant fotografiert) reativ schnell, in 2 min sind alle Fotos gemacht. Dank dem Fischauge kommt man hier auch mit ca. 9 Fotos aus. Hierbei ist auch zu beachten, dass nicht mit Autofokus gearbeitet werden sollte und auch die Belichtung einmal ermittelt und dann für alle Aufnahmen gleich gelassen werden sollte, um etwaige Unschärfen oder Belichtungsunterschiede zwischen den Aufnahmen zu vermeiden. Das gilt für alle Panoramaaufnahmen, nicht nur für Kugelpanoramen.
Jüdischer Friedhof in Prag, Kugelpanorama
Mein Fischauge stammt übrigens von Ebay, hat ca. 200€ gekostet, kam aus Belarus, ist komplett manuell und jeden Cent weer. Das einzige Problem ist, dass es keine vergütete Linse ist. Dank Adapter paßt es auch auf jede Spielreflexkamera.
Zur Software: Natürlich müssen wir die Fotos nun irgendwie zusammenstoppeln, um ein equirektangulares Panorama zu erhalten. So etwas wie das ganz oben gezeigte. Leider gibt es da nicht viele Optionen, da viele Programme nicht mit Fischaugen oder Zenith und Nadir umgehen können. Ich verwende deswegen AutoPano Pro, welches 99$ kostet und einfach das Nonplusultra in Sachen Panorama ist. Es ermittelt fast immer vollautomatisch meine Panoramen, erlaubt Korrekturen, nimmt selbst Belichtungskorrekturen vor und kann sogar Perspektivenfehler korrigieren (Kamera schief gehalten zwischen zwei Aufnahmen).
Ein anderes Programm, dass Open Source ist und fast noch mehr Optionen bietet ist Hugin, dass das Frontend zu den Panorama Tools ist.
Zu guter Letzt benötigt man noch ein Programm, dass das Panorama, das meist im JPEG-Format vorliegt, in ein Interaktives Panorama umwandelt. Ein Programm, das dies sehr gut beherrscht und unter anderem auch in Flash und Quicktime umwandeln kann ist Pano2VR. Leider auch keine Freeware, aber schnell und gut und mit Batchmodus, es lassen sich also viele Fotos hintereinander durchjagen.
Meinen Workflow hab ich einmal dank Camtasia augenommen, die rechenintensiven Wartezeiten sind gekürzt worden. Falls jemand das Nacharbeiten will, stelle ich Euch gerne hier zur Verfügung.
So, ich hoffe, dass ich einen kleinen Einblick geben konnte, wie das genau funktioniert. Es sind viele Komponenten nötig, stimmt, aber die Teilbilder sind schnell aufgenommen und durch die Programme, die ich hier vorgestellt habe, geht das Ganze auch ruckizucki. Ein guter Platz um zu sehen, was für Coole Sachen mit Panoramen möglich sind, empfiehlt sich diese Seite: Field of View. Die treiben das wirklich auf die Spitze!
Hier noch Endresultat, welches ich Euch natürlich nicht verheimlichen möchte. Zoomen ist mit Shift bzw. Strg möglich.
Heute ist es soweit. der 300. muss gefunden sein. Als besonderer Cache habe ich den T4 ViennAlpin GCZ2KR herausgesucht, den ich schon einmal machen wollte, aber mich im Herbst nach frischem Laubfall einfach nicht drübertraute. Jetzt werde ich ihn mit Essiggurkerl gemeinsam angehen. Bei Nacht und mit Flutlichtscheinwerfer. Und Wanderstöcken. Da kann er sich dann nicht mehr wehren…
Letztes Wochende war ja wieder einmal Traumwetter, weshalb wir beschlossen, einen Ausflug zu machen. Nach Oberösterreich ging es sich dann doch nicht aus und nach einiges Diskussionen war auch klar, dass an diesem Wochenende keine Caches gefunden werden (dürfen). Gut, manchmal muss man kleine Opfer bringen
Sehr hervorgetan als Wanderstrecke hat sich dann eine Wanderung in der Wachau, die vor allem im April zur Marillenblüte besonders schön sein soll. Gefunden haben wir die Route hier.
Wanderung von Spitz nach Willendorf
Die Route beginnt in Spitz, einem netten Weinort. Vom Parkplatz des Bahnhofes weg geht die Route zum Donauufer und Richtung Ruine Hinterhaus (einfach dem Hinweis zum Gasthof folgen, das ist am Fuße es Berges). Die Ruine ist absolut sehenswert mit Aussichtsturm, “Verlies” und 12m tiefem Brunnen. Auf der Ruine gibt es auch einen netten Multi GCW6V7, der nur letztes Mal weg war, als ich mit claude00 dort war. Aber heute war ja Cacheverbot. Drum nix gesucht. Der Weg führt dann wieder aus der Ruine hinaus, nicht den Weg, den man aus dem Tal gelommen ist, sondern weiter am Berg entlang. Bei der nächsten Möglichkeit hinaufzugehen, findet sich dann auch ein Wegweiser, der den Weg zum Jauerling weist.
Wegweiser zum Jauerling
Das ist für uns einmal die richtige Richtung. Von dann an folgen wir einfach allen Hinweisen Richtung Schwallenbach. Der Weg hat im Tal bei 260 Höhenmeter angefangen (ca.) und führt uns bis zu einer Höhe von ca. 473 m. Dann wird der Weg mehr oder weniger eben, zumindest muss man nicht mehr Höhenmeter schinden. Entlang der Bergflanke durch schöne Wälder hindurch führt der Weg nach Schwallenbach.
Klettern ist angesagt
Auf dem Weg dorthin haben wir jedoch mehrmals eindeutige Spuren vom Winter gesehen. Entwurzelte Bäume und dicke Äste, die teilweise den Weg versperren und ein Drüberklettern notwendig machen, zumindest für uns. Wenn die Forstarbeiter kommen, wird das sicher schnell behoben. Aber so ergaben sich wirklich spannende Stellen.
Uns erwischte natürlich genau jetzt ein Regenguss, der uns zwar vorantrieb, aber zumindest mir keine großen Sorgen machte. Schwallenbach war nur mehr einen Kilometer entfernt laut GPS. Und obwohl ein km durch den Wald einiges an Zeit beansprucht, lockten die Heurigen im Ort, die wirklich zu empfehlen sind. Schwallenbach ist ein sehr netter Ort und einen Besuch wert. Sehr idyllisch und typisch Wachau.
Wachauer Ausblicke
Nach dem Verlassen des Waldes bietet sich ein wunderschöner Blick über Schwallenbach, die Ruine Aggstein in der Ferne und natürlich die Donau. Herrlich.
Frühlingszeit ist Blütenzeit
Der weitere Weg machte uns dann schon Sorgen, da es zwar nur mehr 2 km nach Willendorf waren, aber nicht klar war, ob der Weg asphaltiert war oder nicht, gerade, kurvig,… Das Problem war nämlich die Bahn. Der einfachste Weg zurück ist mit der ÖBB, das Problem sit nur, dass die letzte Bahn schon um 19:18 fuhr und wir nur mehr eine Stunde Zeit hatten. Tatsächlich ging sich aber alles gut aus und wir hatten sogar noch genug Zeit, den Fundort der Venus von Willendorf zu inspizieren.
So, eine Videolösung ist gefunden. Hoffe ich. Als Testvideo habe ich einmal ein Video des Europaturniers im Degenfechten von vor zwei Wochen reingestellt.
Am Video rechts ist ein Kollege vom ASC (Akademischer Sportclub, Sektion Fechten). Wirklich erfolgreich habe ich nicht abgeschnitten. 30. von 35 war zu schlecht. Ich war der Erste, der nicht aus der Vorrunde aufgestiegen ist.